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Darstellung:
Eine Laborsynthese geht von Benzylidendichlorid (= Benzalchlorid oder a,a-Dichlortoluol; zugänglich durch Photochlorierung von Toluol) bzw. vom Benzylidendibromid aus. Diese Halogenverbindungen lassen sich mit Hilfe von konzentrierter Schwefelsäure glatt zum entsprechenden Aldehyd (hier: Benzaldehyd) hydrolysieren. Man verwendet dazu einen etwa 8fachen Überschuß der konzentrierten Säure [Beschreibung und Arbeitsvorschrift siehe Lit.[]:

Diese Methode wird auch in der Duftstoffindustrie benutzt, doch führt man hier die Hydrolyse unter "moderateren" Bedingungen durch, z.B. in saurem Medium unter Verwendung von Eisen(III)-chlorid als Katalysator. Wasser alleine reicht (aufgrund der recht geringen nukleophilen Eigenschaften des Wassermoleküls) zur Hydrolyse nicht aus. Lewis-Säuren wie Eisen(III)-chlorid erzeugen einen "Elektronenzug" auf das zu substituierende Halogen und erleichtern somit die Umsetzung erheblich:

In der Praxis wählt man auch folgende Variante: Benzylidendichlorid wird mit Wasser unter Zusatz von Eisenpulver oder Eisen(III)-benzoat langsam auf ca. 100 °C erhitzt, das Gemisch sodann mit Alkali neutralisiert und der gebildete Benzaldehyd mit Wasserdampf überdestilliert. Bei dieser Methode läßt sich die Bildung von etwa 10% Benzoesäure als Nebenprodukt nicht vermeiden. Die Gesamtausbeute ist mit 80-90% jedoch relativ gut.
Auch in alkalischer Umgebung (wäßrige Alkalicarbonatlösung oder Kalkmilch) funktioniert die Reaktion gut, da das Hydroxyl-Ion wesentlich nukleophiler (basischer) ist als das Wassermolekül. Beispielsweise wird die Hydrolyse mit Kaliumcarbonat bei ca. 130 °C in Kohlenstoffdioxid-Atmosphäre betrieben.
Technisch gebräuchlich ist auch die Oxidation von Toluol mit Luftsauerstoff in Anwesenheit oxidischer Katalysatoren. Der so erzeugte Aldehyd ist besonders rein, vor allem besteht hier nicht das Risiko der Verunreinigung mit Chlorverbindungen.
Benzylamin und (substituierte) Benzylhalogenide lassen sich mit Hexamethylentetramin nach SOMMELET zu Benzaldehyd bzw. dem entsprechenden substituierten Aldehyd umsetzen. Als Lösungsmittel fungiert 60%iger Ethanol oder 50%ige Essigsäure:

Präparativ läßt sich Benzaldehyd schließlich durch Oxidation von Benzylalkohol gewinnen. Man kann hierzu die Methode von SWERN benutzen, oder aber man oxidiert den Alkohol mit Natriumhypochlorit-Lösung (Zweiphasensystem, in Gegenwart von "TEMPO").
Literaturhinweise zu Benzaldehyd
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Erstellt am 10.07.2000 * Letzte Änderung am 14.07.2000